Die Krux mit dem Namen

Menschen klagen wegen allem Möglichen. Das ist ja nun nicht neu. Und amerikanische Zustände haben gibt’s in D-land auch noch nicht – immerhin.

Dass aber nun die Diskussion darum, wie viele Nachnamen ein Mensch haben darf, solche Wellen schlägt, hätte ich nie gedacht. Wozu braucht ein Mensch 3 Nachnamen? Oder 4? Andersherum gefragt, warum lässt man nicht jeden, wie er will? Damit im Alltag zurechtkommen muss schließlich derjenige, der sich die Suppe auch eingebrockt hat, oder? Aber halt – ganz so leicht isses ja auch nicht. Was ist mit den Kindern der Menschen mit den Bandwurm-Namen? Mit Karlheinz-Jochen Hintersberg-Strassberger-Müller-Thalheim? Oder seinem Schwesterchen Cassandra Jaqueline Marianna Hintersberg-Strassberger-Müller-Thalheim? Die Kinder können sich ja nicht aussuchen, wie sie heißen…
und viele Eltern sind ja heutzutage ganz besonders kreativ in der Namensgebung. Zumindest der Teil, der immer mal wieder über (und teilweise auch gegen) das verständnislose Standesamt klagt, das partout nicht Pumuckl oder Jesus als Vornamen des Kleinen eintragen will. Sicherlich bin ich für Freiheit in der Namensgebung... aber solche Einschränkungen scheinen mir dann doch eher dem Kindeswohl zu dienen, zumal es hierzulande ja auch nicht grade einfach ist, seinen Namen ändern zu lassen.

Andererseits wäre ein bisschen mehr Kreativität sicherlich wünschenswert... All die Leidensgenossen, die mit Sammelbegriffen als Namen herumlaufen, werden mir da zustimmen. Die ganzen bedauernswerten Katrins, Michaels, Susannes und Andreasse, die in ihrer Jugend nur der kleine Andreas, die große Susanne, die blonde Katrin oder der Berghof- Michl genannt wurden. Bei mir kommt noch dazu, dass der Nachname ebenfalls ein Sammelbegriff ist - was in der Uni zu einiger Verwirrung führte, auf einmal gabs in einem Institut denselben Namen mit zwei unterschiedlichen Geburtsdaten! Heilloses Chaos bis alle Unterlagen wieder richtig soriert waren... Was mussten wir auch dasselbe studieren, konnte ich mir anhören. Nun - bis zu dem Zeitpunkt war mir nicht bewusst, dass es die andere überhaupt gab.. und ihr sicher ebenso wenig. Die schöne Sitte der Personaler, Namen zu googeln, bringt mich im Moment ebenfalls öfter in Verlegenheit (und sicherlich auch um das eine oder andere Vorstellungsgespräch) - aber ich bin das nicht die da halbnackig und offensichtlich sturzbesoffen auf Bildern durch das Netz schwirrt!!! die heißt nur auch so! fast 4000 Treffer bei Google, und keins davon bin ich. Toll, meine Netzhygiene - nur... was hilfts?

Darum an dieser Stelle ein Plädoyer an alle werdenden Eltern: Seid kreativ! Aber in vernünftigen Bahnen... denn, mit eurer Laune muss sich euer Sprößling ein Leben lang rumschlagen!

 

5.5.09 14:13

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